Sexuell übertragbare Krankheiten (STD)

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>Welche STDs gibt es?

Neben HIV gibt es eine ganze Reihe von Krankheiten, die ebenfalls über den sexuellen Weg übertragen werden können. Manche werden von Viren, manche von Bakterien und manche von Parasiten verursacht. Hier erhalten Sie ausführliche Informationen zu den jeweiligen Krankheiten:

Wie kann man sich schützen?

In vielen Fällen hilft die Einhaltung einfacher Hygieneregeln. Eine HIV-Infektion lässt sich nur durch Safer Sex vermeiden. Gegen Hepatitis A und B gibt es Impfungen. Die Verwendung von Kondomen minimiert das Risiko, sich mit einer STD zu infizieren. Detaillierte Schutzmöglichkeiten finden Sie bei der jeweiligen Erkrankung. Bei Fragen können Sie unser Beratungsangebot nutzen.

Sind STDs gefährlich?

Wenn eine sexuell übertragbare Erkrankung rechtzeitig erkannt wird, ist sie in der Regel gut behandelbar und heilt aus. Problematisch ist, dass die Infektionen teilweise ohne Symptome verlaufen und daher nicht erkannt werden. In diesen Fällen kann es zu schwerwiegenden Spätfolgen kommen. Z.B. bei Syphilis zu Schäden am Nervensystem bis hin zum Tod, bei Chlamydien zur Unfruchtbarkeit bei Frauen. Obwohl STDs in der Regel heilbar sind, können einige im schlimmsten Fall wie HIV/Aids zum Tode führen.

Wer untersucht und behandelt STDs?

Wenn Sie das Gefühl haben, sich angesteckt zu haben, gehen Sie lieber heute als morgen zu einem Arzt Ihres Vertrauens. Das kann Ihr Hausarzt sein oder ein Hautarzt. Hautärzte sind traditionell auch für die Geschlechtskrankheiten zuständig, weil sich die meisten Symptome an der Haut bzw. Schleimhaut zeigen. Frauen können auch ihren Gynäkologen aufsuchen, Männer den Urologen.

Zusätzlich bieten die Gesundheitsämter Untersuchungen auf HIV und STDs an. Der Vorteil besteht hier in der anonymen Beratung. Auch ein HIV-Test kann kostenlos und ohne Namensnennung absolviert werden. Hier finden Sie die Kontaktdaten der Gesundheitsämter in Sachsen.

Was ist wichtig für Menschen mit HIV?

HIV erhöht die Wahrscheinlichkeit, sich mit einer anderen sexuell übertragbaren Krankheit (STD) zu infizieren. Das Immunsystem ist durch den Kampf gegen HIV in gewisser Weise im „Dauerstress“ und kann sich nicht mehr gegen jeden Erreger zur Wehr setzen. Gleichzeitig erhöht sich bei manchen STDs das Risiko, andere mit HIV zu infizieren. An geschädigten Körperstellen treten auch vermehrt HI-Viren auf.

Jede zusätzliche Infektion stellt eine Belastung für das Immunsystem dar. Insofern macht es Sinn, das STD-Risiko durch Safer Sex zu minimieren. Gegen Hepatitis A und B gibt es Impfungen, die auch für Menschen mit HIV/Aids verträglich sind. Wir weisen in den Artikeln zu einzelnen STD auf solche Punkte gesondert hin.