Lexikon



Aids

Abk. für (engl.) “Acquired Immune Deficiency Syndrome”, deutsch: “Erworbener Immundefekt”. Bei einem Immundefekt ist die Abwehrfähigkeit des Körpers gegenüber Krankheitserregern vermindert. Als Ursache für Aids gilt die Infektion mit dem HI-Virus.


AIDS definierende Erkrankungen

sind Erkrankungen, die typischerweise im Stadium Aids auftreten. siehe auch: Unterschied HIV – Aids.  


AIDS oder Aids?

Wir unterscheiden zwischen der Schreibweise “AIDS” für das rein medizinische Phänomen und “Aids” als Gesamtheit aus medizinischen, psychischen und sozialen Aspekten, die das Leben von HIV-positiven Menschen beeinflussen.


Aids-Phobie

ist ein psychologisch-psychiatrisches Krankheitsbild, bei dem die Betroffenen auch nach wiederholt negativen Test-Ergebnissen übermäßig starke Angst (Phobie) davor haben, HIV-infiziert oder Aids-krank zu sein.


Akutstadium

Stadium mit starken Symptomen.


Aminkolpitis

Andere Bezeichnungen Gardnerella vaginalis Infektion Erreger Bakterien Übertragung Geschlechtsverkehr ohne Kondom vor allem Wechsel zwischen Anal- und Vaginalverkehr Inkubationszeit nach Tagen oder Wochen Symptome bei Männern: oft nur leichte Entzündung der Eichel oder keine Beschwerden bei Frauen: stark nach Fisch riechender Ausfluss, Juckreiz Diagnose mikroskopischer Nachweis Behandlung nur in schweren Fällen ist eine Behandlung notwendig Cremes, Tabletten, Vaginalzäpfchen Krankheitsdauer abhängig von der Schwere der Infektion Erreger kann zusammen mit anderen Keimen zu aufsteigenden Infektionen führen Vorbeugung Kondome schützen vor einer Übertragung


Analverkehr

Risiken für den aktiven Partner Für den aktiven (eindringenden) Partner bestehen beim Analverkehr folgende Infektionsrisiken: HIV sehr hohes Risiko durch Kontakt mit Blut Analbereich ist stark durchblutet, es kommt leicht zu Rissen zusätzlich erhöht der mechanische Druck das Risiko auch am Penis des aktiven Partners können kleine Risse oder Wunden sein Hepatitis B sehr hohes Risiko durch Kontakt mit Blut der Hepatitis B Virus wird leichter übertragen als HIV kleine Risse am Penis und am Anus des Partners Hepatitis C Übertragung durch Blut-Blut-Kontakte Analverkehr wird immer öfter als Übertragungsweg festgestellt Tripper Übertragung durch Kontakt mit […]


Antigen

Kurzform von „Antikörpergenerator“; körperfremde Substanz, die beim Eindringen in den Körper eine Immunreaktion auslöst und zur Bildung von Antikörpern führt; Bakterien, Viren oder Eiweiße können Antigene sein; HIV weist unterschiedliche Antigene auf (z.B. gp120, p24), die mit dem Western Blot Test nachgewiesen werden.


Antikörper

sind in Blut und Körpersekreten vorkommende Eiweißkörper, die beim Eindringen von Bakterien oder Viren in den Körper vom Immunsystem gebildet werden. Antikörper gegen HIV sind 4 bis 12 Wochen nach einer Infektion im HIV-Antikörpertest nachweisbar.


antiretrovirale Therapie

gegen Retroviren gerichtete Therapie, z.B. gegen HIV. siehe auch: Infos zur Therapie.


Anus

After, unterstes Ende des Mastdarmes.


ART

Abk. für antiretrovirale Therapie siehe auch HAART und Infos zur Therapie.


asymptomatische Phase

ohne Krankheitheitszeichen verlaufender Zeitabschnitt einer HIV-Infektion. siehe auch: Verlauf der HIV-Infektion.


Begleitung

dient der Unterstützung von Menschen mit HIV/Aids bei der Bewältigung von Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der HIV-Infektion. siehe auch: Arbeitsfeld Begleitung.


Beratung

dient der Klärung von Fragen zu HIV/Aids und hilft bei der Entscheidungsfindung. siehe auch: Arbeitsfeld Beratung.


BZgA

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Internet: www.bzga.de


Candida-Mykose

Infektion mit dem Hefepilz Candida; der Befall der Speiseröhre ist Teil des AIDS-Vollbilds; Behandlung mit Antimykotika.


Chlamydien

Sind Bakterien, die sexuell übertragen werden können und recht weit verbreitet sind. Viele Menschen sind infiziert, ohne es zu wissen. Sie führen beim Menschen zu verschiedenen Erkrankungen, z.B. zu Entzündungen der Harnröhre, des Rachens, der Augenbindehaut und der Geschlechtsorgane, evtl. sogar zur Unfruchtbarkeit. Chlamydien werden vom Arzt mit Antibiotika behandelt.   Andere Bezeichnungen Chlamydien-Infektion Erreger Bakterien: Chlamydia trachomatis (Serotyp D – K) in Deutschland eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten viele Infizierte wissen nichts von ihrer Erkrankung Hinweis: Chlamydien des Serotyps L1 – L3 können ein Lymphogranuloma venerum (LGV) verursachen, es handelt sich hier aber um eine […]


chronisch

medizinisch langsam verlaufend, dauernd, langwierig.


Coitus interruptus

Unterbrechung des eindringenden Geschlechtsverkehrs vor dem Samenerguss.


Coming Out

persönliches und teilweise auch öffentliches Bekennen der eigenen Homosexualität. siehe auch: Themenseite für Männer, die Sex mit Männern haben.


Compliance

(engl.) Bereitschaft eines Patienten / einer Patientin zur Mitarbeit bei diagnostischen oder therapeutischen Verfahren (Therapietreue).


CSD

Abk. für (engl.) Christopher-Street-Day; jährlicher Festtag von lesbischen Frauen, schwulen Männern, Transgendern und ihren Freunden. siehe auch: CSD Aktionen der Aids-Hilfe Dresden.


Cunnilingus

sexuelle Stimulation durch Reizung der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane mit Mund oder Zunge. Infos zu den Infektionsrisiken: für Männer, die Sex mit Frauen haben und für Frauen, die Sex mit Frauen haben.


Dental Dams

sind Tücher aus Latex, ursprünglich in der Zahnmedizin verwendet. Sie werden über Scheide oder Anus gelegt, um das Infektionsrisiko beim oral-analen Verkehr (Rimming) bzw. beim oral-vaginalen Verkehr (Lecken) zu minimieren. siehe auch: Alles, was gegen HIV hilft.


Diagnostische Lücke

Zeitraum zwischen Infektionszeitpunkt und der Bildung von Antikörpern/Virusbestandteilen; während der diagnostischen Lücke kann eine vorhandene HIV-Infektion nicht mittels HIV-Kombinationstest nachgewiesen werden. Ein Test führt in dieser Zeit möglicherweise zu einem falschen Ergebnis.


DNA / DNS

Desoxyribonukleinsäure. Spiralförmiges Molekül im Zellkern. Menschliches Genmaterial.


Ejakulation

Samenerguss des Mannes


ELISA-Test

Abk. Enzyme Linked Immuno Sorbent Assay; empfindlicher Test zum Nachweis von HIV-Antikörpern bzw. Virusbestandteilen (p24-Antigen). siehe auch: Infos zum HIV-Test.


Endemie

ständiges Auftreten einer Erkrankung in einem geographisch begrenzten Gebiet (z.B. Land, Kontinent) oder in einer bestimmten Bevölkerungsgruppe.


Enzyme

Eiweiße, die bestimmte chemische Reaktionen beschleunigen; virushemmende Enzyme sind z.B. im Speichel enthalten und tragen dazu bei, dass das HI-Virus zersetzt wird.


Epidemiologie

früher Seuchenlehre; Wissenschaft, die sich mit der Häufigkeit und regionalen Verbreitung von ansteckenden Erkrankungen befasst. Aktuelle epidemiologische Daten für Deutschland liefert das Robert-Koch-Institut in Berlin.


Feigwarzen

Andere Bezeichnungen spitze Kondylome Condylomata acuminata Erreger Papillomaviren (HPV) unterschiedliche Virustypen Übertragung Streicheln, Reiben, Hautkontakt mit infizierter Körperstelle reicht aus für eine Übertragung, auch wenn keine sichtbaren Warzen vorhanden sind auch eine Übertragung über Speichel ist möglich Schmierinfektion über die Hände, gemeinsames Benutzen von Wäsche Warzen sind sehr infektiös etwa 10% der Bevölkerung sind in Deutschland mit diesem Virus infiziert doch nur bei 1% treten die typischen Warzen auf Inkubationszeit Wochen, Monate oder Jahre bis die typischen Hautveränderungen auftreten Symptome weiß-gräuliche bis bräunliche Warzen, können auch blumenkohlartig oder hahnenkammförmig wuchern bevorzugen ein feuchtwarmes Milieu und […]


Fellatio

auch Blasen, “Französisch”; das Glied wird in den Mund des Partners oder der Partnerin eingeführt. Infos zu den Infektionsrisiken: für Frauen, die Sex mit Männern haben und Männer, die Sex mit Männern haben.


Filzläuse

Andere Bezeichnungen Schamläuse Erreger Läuse (Parasiten) Pediculosis pubis, Schamlaus, „Sackratten“ taschenkrebsähnliche Laus, 1-3 mm groß Übertragung enger Körperkontakt Benutzen des gleichen Betts, Handtuchs, T-Shirts usw. Inkubationszeit 3-6 Tage Symptome Juckreiz im Schritt (verursacht durch die Bisse) erst nach ca. 14 Tagen kleine schwarze Punkte im Schamhaar, die sich manchmal bewegen Filzläuse legen ihre Eier (Nissen) in den Schamhaaren ab, bei starkem Befall können Filzläuse auch an anderen Körperhaaren auftreten kleine Blutungen (kleine blutige Flecken in der Unterwäsche), kleine Kratzer durch Kratzen können zusätzliche kleine Wunden entstehen Diagnose mikroskopische Untersuchung Behandlung chemische Mittel Nachbehandlung nach einer […]


Fisten und Fingern

Risiken für den aktiven Partner Für den aktiven (eindringenden) Partner bestehen beim Fingern und Fisten folgende Infektionsrisiken: HIV im Prinzip kein Risiko Ausnahme: Blutungen im Enddarmbereich des passiven Partners und gleichzeitig offene Wunden beim aktiven Partner Hepatitis A im Prinzip kein Risiko Risiko besteht nur, wenn Stuhl des Partners über den Mund aufgenommen wird Hepatitis B Risiko bei Verletzungen im Enddarmbereich des passiven Partners und gleichzeitig offene Wunden beim aktiven Partner der Hepatitis B Virus wird leichter übertragen als HIV Hepatitis C Risiko kann nicht ausgeschlossen werden es kommt häufig zu Blutungen im Enddarmbereich des […]


gay

(engl.) schwul, homosexuell.


Gelbsucht

Gelbverfärbung von Haut und Schleimhäuten, z.B. Bindehaut des Auges; tritt z.B. bei Hepatitis auf.


Geschlechtskrankheiten

werden durch Geschlechtsverkehr übertragen; z.B.: Syphilis, Gonorrhö, Weicher Schanker, einige Genitalentzündungen, Infektion mit Chlamydien, HIV, Hepatitis. Siehe: Sexuell übertragbare Krankheiten (STD)


Gleitmittel

gelartige Substanzen, die Anal- oder Vaginalverkehr erleichtern; um Kondome nicht zu beschädigen, sollten Gleitmittel auf Wasserbasis (ohne Fett) verwendet werden. siehe: Kondome und Gleitgel.


Gonorrhöe / Tripper

Andere Bezeichnungen Tripper Erreger Bakterien, Neisseria gonorrhoeae (Gonokokken) Übertragung Vaginal-, Anal- und Oralverkehr (aktiv und passiv) auch oral-anal, also beim sog. „Arschlecken“ indirekte Übertragung, wenn infektiöse Flüssigkeit durch feuchte Gegenstände, Hände oder Toys (Dildos, Vibratoren) auf Schleimhäute gelangt, z.B. Reiben der Augen (Augen-Tripper) KEINE Übertragung durch Küssen, Kontakt mit Klobrillen, Handtüchern, Trinkgeschirr usw. Inkubationszeit 2 – 14 Tage Symptome Penis-Tripper: Schmerzen beim Wasserlassen, schmerzhafte Erektion, Jucken oder Brennen in der Harnröhre, erst milchig-trüber, später dickflüssiger gelblicher-eitriger Ausfluss am Penis (Tropfenbildung – daher der Name: Tripper), möglicherweise trüber Urin, gelblich-graue Flecken in der Unterhose Anal-Tripper: eitriger […]


HAART

Abk. für Hoch Aktive Anti Retrovirale Therapie. Meist handelt es sich um die Kombination mehrerer Wirkstoffe bzw. Präparate. siehe: Therapie


Hämophilie

(griech.) Bluterkrankheit; Störung der Gerinnungsfähigkeit des Blutes.


Hepatitis

Virenbedingte oder toxische Leberentzündung. Infektiöse Formen sind Hepatitis A, B, C, D, E und G; häufige Formen in Mitteleuropa sind Hepatitis A (fäkal-orale Übertragung, “Reise-Hepatitis”) sowie Hepatitis B und Hepatitis C, die vor allem sexuell oder bei intravenösem Drogengebrauch (Nadeltausch) übertragen werden. Gegen Hepatitis A und B ist eine Schutzimpfung möglich. Was ist Hepatitis? Hepatitis ist eine Leberentzündung und wird umgangssprachlich als Gelbsucht bezeichnet. Am häufigsten wird sie durch so genannte Hepatitis-Viren verursacht. Bisher sind die Viren A, B, C, D, E und G bekannt. Vor allem die Hepatitis-Viren A, B und C lösen akute […]


Hepatitis A

Andere Bezeichnungen Leberentzündung Reise-Hepatitis „Gelbsucht“ Erreger Hepatitis A Virus Übertragung Virus kommt im Kot infizierter Personen vor und kann auch längere Zeit außerhalb des menschlichen Körpers überleben Übertragung durch verunreinigtes Wasser und Nahrungsmittel (z.B. ungeschältes Obst, Meeresfrüchte, Eis) sowie bei einigen sexuellen Praktiken wie Rimming („Arschlecken“) und Spiele mit Kot („Kaviar“) Inkubationszeit 2 bis 8 Wochen Symptome akute Infektion: grippeähnliche Symptome, Fieber, Unwohlsein, Abneigung gegen fettreiche Nahrungsmittel und Alkohol, Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen, Durchfall, Erbrechen nur in einem Drittel der Fälle Gelbsucht mit Juckreiz, dunklem Urin, hellem Stuhl, Gelbfärbung von Haut und Schleimhäuten bei […]


Hepatitis B

Andere Bezeichnungen Leberentzündung „Gelbsucht“ Erreger Hepatitis B Virus Übertragung sich mit dem Hepatitis B Virus anzustecken, ist 100 mal leichter als sich mit HIV anzustecken das Virus ist sehr widerstandsfähig und kommt in vielen Körperflüssigkeiten vor: Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit, Tränen, Lusttropfen, Speichel, Muttermilch, Blut, Urin eine sexuelle Übertragung ist evtl. bereits durch Küssen möglich ebenfalls durch Vaginal-, Anal- und Oralverkehr außerdem auch bei gemeinsamer Benutzung von Zahnbürsten, Rasierklingen bei der Geburt, beim Stillen gemeinsames Benutzen von Spritzen, Löffeln, Filtern, Nadeln, unhygienisches Piercen und Tätowieren Inkubationszeit 1 – 6 Monate (meist 2 – 3 Monate) Symptome […]


Hepatitis C

Andere Bezeichnungen Leberentzündung „Gelbsucht“ Erreger Hepatitis C Virus Übertragung Blut-Blut-Kontakte, z.B. gemeinsamer Gebrauch von Spritzbesteck, Rasierern und Zahnbürsten, unhygienisches Tätowieren und Piercen Übertragung durch sexuelle Praktiken wie Analverkehr, Fisten und Vaginalverkehr wird zunehmend diskutiert und scheint möglich ebenfalls Peitschentausch (Blut-Blut-Kontakte, oder Blut gelangt auf Schleimhäute und Hautrisse) unbehandelte Haut- und Geschlechtskrankheiten erhöhen das Übertragungsrisiko Übertragung von Hepatitis C von der Mutter auf das Kind in 3 – 5% der Fälle Empfänger von Blutprodukten waren bis 1991 besonders gefährdet, heute liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Übertragung bei unter 0,1% Inkubationszeit 20 Tage bis 6 Monate im […]


Hepatitis D

Hepatitis D ist ein „unvollständiges“ Virus benötigt zu seiner Vermehrung die Hülle des Hepatitis B Virus und kann nur zusammen mit diesem übertragen werden oder an Personen, die bereits HBV-Träger sind in Deutschland ist Hepatits D selten betroffen sind hauptsächlich intravenös Drogengebrauchende in Mittelmeerländern kommt HDV häufig vor Erreger Hepatitis D Virus (HDV) Übertragung über Blut-Blut-Kontakt z.B. gemeinsamer Gebrauch von Spritzbesteck während der Geburt von der Mutter auf das Kind gemeinsames Benutzen von Zahnbürsten und Rasierzeug unhygienisches Piercen und Tätowieren Analverkehr und Peitschentausch Inkubationszeit 1 – 6 Monate Symptome akute Infektion: häufig keine oder kaum […]


Hepatitis E

Hinweis Virus ist stark verbreitet in Vorderasien, Nordafrika, Südamerika und in den Balkanländern Reisende in diese Gebiete sind besonders gefährdet Erreger Hepatitis E Virus Übertragung das Virus wird wie Hepatitis A übertragen Übertragung über Blut und Blutprodukte, Speichel, Urin und Sperma ist sehr selten bzw. nicht völlig geklärt gemeinsamer Gebrauch von Spritzen und Nadeln stellt aber ein Risiko dar Inkubationszeit 2 Wochen bis 2 Monate Symptome akute Infektion: keine oder kaum Beschwerden (grippeähnliche Symptome) bei ausgeprägtem Verlauf Gelbsucht schneller und schwerer Verlauf in 0,5 – 3% der Fälle z.B. bei Schwangeren in den letzten drei […]


Hepatitis G

Hinweis gerade bei Hepatitis G gibt es noch viele Unklarheiten weltweit sind etwa 1,5 – 3% der Bevölkerung infiziert in Deutschland können bei etwa 1 – 2% das Erbmaterial des Virus im Blut nachgewiesen werden Erreger Hepatitis G Virus Übertragung über Blut und Blutprodukte wahrscheinlich wie bei Hepatitis C z.B. gemeinsamer Gebrauch von Spritzbesteck, gemeinsames Benutzen von Rasierzeug und Zahnbürsten, beim unhygienischen Tätowieren und Piercen, beim Sex und während der Geburt von der Mutter auf das Kind Inkubationszeit 4 – 12 Wochen Symptome Symptome sind nicht bekannt Gelbsucht tritt bei Hepatitis G offenbar nicht auf […]


Herpes

Andere Bezeichnungen Herpes simplex Herpes genitalis Erreger Viren, Herpes-simplex-Virus (HSV) HSV Typ 1 (“Lippen-Herpes“) und HSV Typ 2 (“Genital-Herpes“) enge Verwandschaft der beiden Virustypen Varicella-Zoster-Virus (Primärinfektion: Windpocken bei Kindern, Reaktivierung als Gürtelrose möglich) Virus weit verbreitet, 95% der Menschen sind Virusträger von Herpes-Virus Typ1 Übertragung Kontakt mit erkrankten Hautstellen, auch wenn keine Symptome vorhanden häufig wird genitaler Herpes übertragen durch Virusausscheider ohne Herpesbläschen Übertragung durch Tröpfchen- und Schmierinfektion auf Haut und Schleimhäute (Speichel und Sperma können infektiös sein) bei Kindern Infektion im Uterus vor der Geburt oder häufiger während der Geburt im Geburtskanal Inkubationszeit 2 […]


HIV PrEP

Aktuell wird die Wirksamkeit der sogenannten HIV-PrEP diskutiert, PrEP steht für Prä-Expositions-Prophylaxe. Bei der PrEP werden Medikamente vor einem möglichen Ansteckungsrisiko mit HIV eingenommen. Verschiedene Studien zur Wirksamkeit kommen allerdings zu unterschiedlichen Ergebnissen. Das Problem der HIV-PrEP ist dabei die regelmäßige Einnahme und die Kostenübernahme. In Deutschland werden HIV-Medikamente zur Vorbeugung bisher nicht zugelassen und die Kosten müssen vom Einzelnen getragen werden. Aktuelle Informationen zur HIV-PrEP finden Sie hier.    


HIV und Aids

Was ist „HIV“ eigentlich? HIV ist die Abkürzung für das menschliche Immunschwäche-Virus (Humane Immundefizienz-Virus). Es gehört zur Gruppe der Retroviren und ist ca. 1/10.000 mm groß. HIV wird von Mensch zu Mensch übertragen. Das Virus schädigt das Immunsystem und kann zum Krankheitsstadium AIDS führen. Ein HIV-positiver Mensch ist also nicht automatisch auch AIDS-krank. Wie wird HIV übertragen? Damit HIV übertragen werden kann, ist der Kontakt mit einer Körperflüssigkeit notwendig, die eine hohe Viruslast aufweist. Das kann Blut, Sperma, Analsekret, Vaginalsekret oder Muttermilch sein. Gleichzeitig muss eine „Eintrittspforte“ in den Körper existieren. Eintrittspforten können offene Wunden […]


HIV-Antikörper

Antikörper sind in Blut und Körpersekreten vorkommende Eiweißstoffe, die beim Eindringen von Bakterien oder Viren in den Körper vom Immunsystem gebildet werden. HIV-Kombinationstests weisen neben Antikörper auch Virusbestandteile nach.


HIV-assoziierte Erkrankungen

treten im Zusammenhang mit HIV auf.


HIV-Heimtest / HIV-Selbsttest

Diese Test-Kits sind für die Anwendung zuhause gedacht und arbeiten ähnlich wie der ELISA-Suchtest. Da die Anwendung ohne Beratung erfolgt und aufgrund unsachgemäßen Gebrauchs zu falschen Ergebnissen führen kann, raten die Aids-Hilfen dringend davon ab, diese Tests durchzuführen. Zudem sind die entsprechenden Produkte in Deutschland nicht zugelassen. siehe auch: HIV-Test


HIV-Kombinationstest

Blutuntersuchung, die zusätzlich zu HIV-Antikörpern auch Virusbestandteile (p24-Antigen) nachweisen. Die Blutuntersuchung kann 6 Wochen nach einer Risikosituation durchgeführt werden. Der Test wird zunächst als Suchtest (ELISA) durchgeführt. Wichtig sind zuvor eine persönliche Beratung und Aufklärung über mögliche Folgen des Testergebnisses. Der Test ist nur mit Einwilligung der zu untersuchenden Person erlaubt.


HIV-negativ

ist jemand, der nicht mit dem HI-Virus infiziert ist; der HIV-Kombinationstest ist „negativ“ ausgefallen, d.h. es konnten keine Antikörper gegen HIV bzw. Virusbestandteile nachgewiesen werden.


HIV-PEP

Die HIV-Post-Expositions-Prophylaxe (kurz: HIV-PEP) kann für Personen sinnvoll sein, die ein klar benennbares Risiko (z.B. Nadelstichverletzung bei Krankenhauspersonal) hatten. Nach einem sexuellen Risikokontakt kann eine HIV-PEP unter bestimmten Umständen ebenfalls indiziert sein. Weitere Informationen finden Sie hier.


HIV-positiv

ist jemand, der mit dem HI-Virus infiziert ist; der HIV-Kombinationstest ist „positiv“ ausgefallen, d.h. es konnten Antikörper gegen HIV bzw. Virusbestandteile nachgewiesen werden.


Immunantwort

immunologische Reaktion des Körpers auf eine fremde Substanz, z.B. durch Bildung von Antikörpern.


Immunschwäche

Nachlassen der Abwehrfunktionen, Schwächung des Immunsystems.


Immunsystem

Abwehrsystem des Körpers gegen Fremdkörper (Antigene, z.B. Bakterien, Viren, Parasiten).


Infektion

Ansteckung durch Krankheitserreger (Viren, Bakterien oder Parasiten)


infektiös

ansteckend; Infektion übertragend.


intravenös

ins Innere der Vene; z.B. bei Injektion von Medikamenten, Drogen usw.


Karposi Sarkom

Tumor; AIDS assoziierte Erkrankung der Haut. Zeigt sich als dunkle Flecken. Viele Menschen haben diese Flecken vor Augen, wenn sie an AIDS denken. Karposi Sarkome treten seit der Verfügbarkeit der HAART nur noch selten auf.


Kaviar

Spiele mit Kot und Urin („Kaviar“ / „Natursekt“) siehe auch: Natursekt


Klient bzw. Klientin

Ratsuchender bzw. Ratsuchende; Personen, die sich an die Aids-Hilfe oder eine andere Beratungsstelle wenden, um Unterstützung bei der Lösung von Problemen zu erhalten Klient/innen von Aids-Hilfen informieren sich z.B. zum HIV-Test und zu Infektionsrisiken oder zur Therapie gegen HIV, wenn der/diejenige HIV-positiv ist; die Bezeichnung „Klient/in“ gibt keine Auskunft über den Serostatus der Person


Kondome

Kondome garantieren nur Sicherheit, wenn sie den Aufdruck “geprüft nach EN 600” (Euronorm), ein CE-Prüfsiegel und das Haltbarkeitsdatum aufweisen. Wichtig ist, die Verpackung nicht mit einem spitzen Gegenstand zu öffnen (Gefahr der Beschädigung). Kondome müssen vollständig über den Penis abgerollt werden. Das Reservoir soll dabei zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten werden, so dass sich kein Luftpolster bildet. Eventuell ist der Einsatz von Gleitgel auf Wasserbasis erforderlich, um ein Reißen des Kondoms zu vermeiden. Bevor der Penis erschlafft, das Kondom am Ring festhalten und den Penis mit Kondom herausziehen. Kondome nur einmal benutzen und im Hausmüll […]


Krätze

Andere Bezeichnungen Scabies Sarcoptes scabiei Erreger Krätzmilben (Parasiten) Übertragung enger Körperkontakt Benutzen des gleichen Betts, Handtuchs, T-Shirts usw. Inkubationszeit max. 8 Wochen Symptome starker Juckreiz (vor allem nachts) stecknadelkopfgroße Bläschen, in denen die Eier abgelegt wurden roter Ausschlag, rötliche Knötchen am ganzen Körper oft zwischen den Fingern, in Hautfalten, am Handgelenk, in den Kniekehlen die Milben selbst sind wesentlich kleiner als Läuse, sie bohren kleine Gänge in die oberste Hautschicht durch Kratzen können zusätzliche kleine Wunden entstehen Diagnose Mikroskop oder Lupe Behandlung chemische Mittel Nachbehandlung und Kontrolluntersuchung Partnerbehandlung!!! Krankheitsdauer Verzögerung der Heilung durch Haut- und […]


Küssen

Risiken Für beide Partner bestehen folgende Infektionsrisiken: HIV kein Risiko Hepatitis B bei intensivem Zungenkuss ist eine Übertragung von Hepatitis B möglich Übertragung durch Aufnahme von Speichel der Hepatitis B Virus wird leichter übertragen als HIV Syphilis Übertragung nur, wenn Syphilisgeschwür am Mund des Partners auftritt Herpes hohes Risiko bei direktem Hautkontakt mit Bläschen oder Geschwüren Bläschen und Geschwüre sind hochinfektiös bis sie abgeheilt sind Schutzmöglichkeiten Gegen Hepatitis A und B kann man sich impfen lassen. Hautveränderungen aufgrund von Syphilis- und Herpesinfektionen sind in der Regel deutlich sichtbar. Wer einen Kontakt mit diesen Hautstellen vermeidet, […]


Latenzzeit

Zeitabschnitt vom Antikörpernachweis bis zum Auftreten deutlicher AIDS bezogener Symptome. Siehe auch: Verlauf der HIV-Infektion.


Leberentzündung

siehe Hepatitis


Lipodystrophie

unerwünschte Nebenwirkung der antiretroviralen Therapie. Fettumverteilung im Körper: an Armen, Beinen und im Gesicht wird Fett abgebaut und im Nacken und Bauchbereich angelagert.


Lusttropfen

Körperflüssigkeit, die vor dem Samenerguss abgegeben wird.


Lymphogranuloma venerum

Andere Bezeichnungen LGV Lymphogranuloma inguinale Erreger Bakterien: Chlamydia trachomatis (Serotyp L1 – L3) in Deutschland eher selten, Verbreitung nimmt aber zu normalerweise in Tropen und Subtropen häufig anzutreffen oft unerkannt (schwierige Diagnosestellung) Übertragung möglich durch Vaginal-, Oral- und Analverkehr und zwar aktiv und passiv Übertragung durch Kontakt mit infizierten Hautpartien und mit Ausfluss aus diesen auch über Hände (z.B. wenn Chlamydien vom Penis auf die Hand und von hier auf andere Schleimhaut gelangen) – Schmierinfektion Inkubationszeit 3 – 30 Tage Symptome die Krankheit verläuft in 3 Stadien mit verschiedenen Symptomen: 1. Stadium: Primärläsion nach 3 […]


Makrophagen

Zellen des Immunsystems. Zuständig für Organheilung, Gewebeorganisation und Regulation von Entzündungen.


Menstruation

Monatliche Regelblutung der Frau.


Natursekt

Spiele mit Kot und Urin („Kaviar“ / „Natursekt“)   Risiken Für den Partner, der mit Kot und/oder Urin des anderen Partners in Kontakt kommt, bestehen folgende Infektionsrisiken: HIV im Prinzip kein Risiko Hepatitis A Risiko besteht, wenn Stuhl des Partners über den Mund aufgenommen wird Hepatitis B sehr hohes Risiko durch Kontakt mit Urin und Kot der Hepatitis B Virus wird leichter übertragen als HIV Tripper evtl. Übertragung, wenn eitriges Sekret aus der Harnröhre in Auge oder Mund gelangt Schmierinfektionen über Hände sind möglich   Schutzmöglichkeiten Gegen Hepatitis A und B kann man sich impfen […]


Nebenwirkungen

treten (meist unerwünscht) neben der eigentlichen Hauptwirkung von Medikamenten auf; bei Medikamenten gegen HIV/AIDS z.B. Durchfälle, Ausschläge, Übelkeit, Erbrechen u.a.


Needle sharing

gemeinsamer Gebrauch von Injektionsnadeln und Spritzbestecken bei intravenösem Drogengebrauch; neben Sex ein Hauptübertragungsweg von HIV und Hepatitis C Viren.


Neuropathien

Entzündungen der Nerven in Armen und Beinen; spürbar als Schmerz, Kribbelgefühl oder Lähmungen


Opportunistische Infektionen

treten im Stadium AIDS auf; die Erreger machen sich die Abwehrschwäche des Körpers zu nutze; eine der am häufigsten bei AIDS auftretenden opportunistischen Infektionen ist die Pneumocystis-carinii-Pneumonie (PcP). siehe auch: AIDS definierende Erkrankungen.


Oralverkehr

eine Form des Geschlechtsverkehrs; Erregung des Geschlechtsorgans des/der Partners/in durch Mund und Lippen. Infos zu den Infektionsrisiken beim Oralverkehr.


Pathogenese

Entstehung und Entwicklung einer Krankheit.


PCP

Pneumocystis Carinii Pneumonie; Lungenentzündung durch das Bakterium Pneumocystis carinii; häufigste opportunistische Infektion und AIDS definierende Erkrankung.


PCR-Test

PCR ist die Abk. für (engl.) Polymerase Chain Reaction (Polymerase Ketten Reaktion), einem Verfahren zur Vervielfältigung von DNA. Beim PCR-Test wird DNA des HI-Virus vervielfältigt, um sie nachweisbar zu machen. siehe auch: HIV-Test


Pilze

Andere Bezeichnungen Candida Candidosen Candida-Mykose Candidiasis Soor Hefepilzinfektion Erreger verschiedene Pilze, z.B. Candida albicans, Candida glabrata Übertragung Pilze sind Teil der Körperflora jedes Menschen, gehören also zu normalen Mitbewohnern unserer Haut und unseren Schleimhäuten Störungen des Gleichgewichts zu Gunsten der Pilze (z.B. bei Langzeiteinnahme von Medizin, Einschränkung der Immunabwehr, z.B. bei Aids- oder Krebspatienten, Diabetes, Einnahme der Pille etc.) können Krankheitserscheinungen auslösen bei einer solchen Störung des Gleichgewichts lassen sich die Pilze auch sexuell übertragen (Finger, Geschlechtsverkehr, Mund, Toys usw.) begünstigend wirken sich zu häufiges Waschen mit Seife oder umgekehrt mangelhafte Hygiene z.B. im Genitalbereich […]


Prävention

Maßnahmen zur Verhinderung von Erkrankungen; im HIV-Bereich durch Schulungen, Workshops, Informationsgespräche, Infostände, Beratung u.a. siehe: Prävention


Primärinfektion

Stadium kurz nach der Infektion mit einem Krankheitserreger; bei HIV-Infektionen können typische, grippeähnliche Symptome nach 1 bis 3 Wochen auftreten, die wieder abklingen. Siehe auch: Verlauf der HIV-Infektion.


Primärprävention

Maßnahmen zur Vermeidung von Neuinfektionen mit HIV. siehe: Prävention


Red Ribbon

Die rote Schleife, auch Red Ribbon genannt, symbolisiert weltweit Solidarität mit HIV-Positiven und Aids-Kranken und vereint die Menschen im gemeinsamen Kampf gegen die Immunschwächekrankheit. Das Red Ribbon wurde 1991 durch die New Yorker Künstlergruppe Visual AIDS entwickelt. siehe auch: in der Aids-Hilfe Dresden erhältliches Material


Retroviren

Viren, die als Erbinformation nur RNA enthalten; zur Vermehrung benötigen sie Wirtszellen. Im Fall von HIV werden Zellen des Immunsystems als Wirtszellen benutzt und bei der Vermehrung zerstört.


Rimming

Rimming („Arschlecken“)   Risiken für den aktiven Partner Für den aktiven (eindringenden) Partner bestehen beim Rimming folgende Infektionsrisiken: HIV im Prinzip kein Risiko Ausnahme: Blutungen im Enddarmbereich oder Blut im Stuhl des passiven Partners Hepatitis A Übertragung durch Aufnahme von Stuhl über den Mund Hepatitis B sehr hohes Risiko durch Kontakt mit Stuhl der Hepatitis B Virus wird leichter übertragen als HIV Tripper Übertragung durch Kontakt mit Schleimhautgeschwür im / am After Syphilis Übertragung durch Kontakt mit dem Syphiliserreger an Haut oder Schleimhaut des Partners Pilze Übertragung durch Haut- oder Schleimhautkontakt mit Pilzen Feigwarzen direkter […]


Risiko

Der Begriff „Risiko“ soll im Zusammenhang mit einer möglichen HIV-Übertragung ausdrücken, dass HIV mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit übertragen wird. „Risiko“ bedeutet aber nicht, dass in jedem Fall eine HIV-Infektion stattfindet. Selbst wenn sehr viele ungünstige Faktoren zusammen treffen und man von einem „hohen Risiko“ spricht, muss es nicht in jedem Fall zu einer HIV-Infektion kommen – es kann aber dazu kommen.


RNA / RNS

Ribonukleinsäure. Menschliches Genmaterial.


Safer Sex

Sexualverhalten zur Minderung des Risikos einer HIV-Übertragung beim Sex, z.B. durch Verwendung von Kondomen. siehe auch: Alles, was gegen HIV hilft.


Safer Use

kein Tausch von bereits benutzten Nadeln, beim intravenösen Drogengebrauch; führt zur Minderung des Risikos einer HIV- und Hepatitis B/C-Infektion. siehe auch: Alles, was gegen HIV hilft.


Schmierinfektion

ist die Übertragung von Krankheitserregern durch Kontakt mit Gegenständen, auf denen infektiöses Material (z.B. Eiter, Wundsekrete, Harn) verschmiert ist.


Screening

Untersuchung einer Gruppe von Menschen, die gewisse Risikomerkmale haben und bei denen Infektionen häufiger auftreten als in anderen Bevölkerungsgruppen.


Sekundärprävention

Maßnahmen und Strategien zur Diagnostik und Einleitung einer effektiven Therapie nach erfolgter Infektion; unter psycho-sozialen Aspekten: Unterstützung bei der Bewältigung der Krankheit. siehe auch: Beratung und Begleitung


Selbsthilfe

meint die gegenseitige emotionale Unterstützung von Menschen, die gleiche Schwierigkeiten haben; in der Gruppe werden Erfahrungen und Wissen ausgetauscht; die Aids-Hilfen fördern Selbsthilfe-Aktivitäten. siehe: Selbsthilfe.


Serostatus

Zustand des Blutserums (flüssiger Bestandteil des Bluts) der Serostatus kann HIV-positiv oder HIV-negativ sein


Spielzeug / Toys

Risiken Bei der Benutzung von Toys und Sexspielzeugen bestehen vor allem dann Risiken, wenn infektiöse Körperflüssigkeiten und Erreger übertragen werden. Dies kann vor allem bei wechselseitigem Gebrauch der Toys passieren: HIV Risiko bei Verletzung des Darms, in Verbindung mit wechselndem Spielzeuggebrauch Hepatitis A es besteht kein Risiko Hepatitis B Risiko bei Verletzung des Darms, in Verbindung mit wechselndem Spielzeuggebrauch Hepatitis B ist wesentlich leichter übertragbar als HIV Hepatitis C Risiko besteht, wenn ein Blutkontakt zustande kommt, z.B. bei wechselseitiger Benutzung einer Peitsche Tripper Risiko besteht, wenn infektiöse Flüssigkeiten mit der Schleimhaut in Kontakt kommen; vor […]


STD

Abk. für (engl.) sexually transmitted disease, sexuell übertragbare Krankheiten siehe: STD-Übersicht


STD-Screening

Routinemäßige Untersuchung, die bei bestimmten Personengruppen angeboten bzw. durchgeführt wird. Dient der Früherkennung von Infektionskrankheiten.


Streicheln, Reiben, Massage

Risiken Für beide Partner bestehen beim Kontakt mit infektiösen Hautstellen bzw. Körperflüssigkeiten folgende Infektionsrisiken: Tripper Übertragung durch Kontakt mit eitrigem Sekret aus der Harnröhre oder einem Schleimhautgeschwür (After, Penis, Vagina Syphilis Übertragung durch Kontakt mit dem Syphiliserreger an Haut oder Schleimhaut (Penisspitze, Ende der Harnröhre) Pilze Übertragung durch Haut- oder Schleimhautkontakt mit Pilzen Feigwarzen direkter Hautkontakt mit infizierten Körperregionen Schmierinfektionen über Hände sind auch möglich Herpes hohes Risiko bei direktem Hautkontakt mit Bläschen oder Geschwüren Bläschen und Geschwüre sind hochinfektiös bis sie abgeheilt sind Ulcus Molle Übertragung durch Hautkontakt mit dem infektiösen Geschwür Filzläuse räumliche […]


Symptom

ist ein Anzeichen für eine Krankheit.


Syndrom

Gruppe von Symptomen, die in ihrer Gesamtheit typisch für ein Krankheitsbild sind.


Syphilis

Andere Bezeichnungen Harter Schanker Lues venera Lustseuche Erreger Bakterien, Treponema pallidum Übertragung Geschlechtsverkehr und enger Körperkontakt, z.B. Schmusen und Streicheln dabei Kontakt mit infektiöser Hautstelle bzw. Syphilisgeschwür (direkter Übertragungsweg) auch indirekte Übertragung durch feuchte Hände oder feuchte Handtücher ist möglich eine Infektionsgefahr besteht in der Regel nur, wenn der Infizierte im 1. oder 2. Stadium der Erkrankung ist Inkubationszeit nach 2 – 4 Wochen Symptome die Krankheit verläuft in 3 Stadien mit verschiedenen Symptomen: 1. Stadium: 2 – 4 Wochen nach der Ansteckung an der Eintrittsstelle der Erreger, d.h. am Penis, im Mund, am oder […]


T4-Zelle

auch CD4-Zelle, T-Helferzelle; aktiviert und fördert die Immunantwort; bei einer HIV-Infektion kommt es u.a. zu einer schrittweisen Zerstörung der T4-Zellen und damit zu einer allmählichen Abnahme der körpereigenen Immunantwort.


Transfusion

Blutübertragung


Trichomonaden

Andere Bezeichnungen Trichomoniasis Trichomonaden-Infektion Erreger einzellige Parasiten Trichomonas vaginalis (Geißeltierchen) häufig zusammen mit anderen STD Übertragung Vaginal- und Analverkehr ohne Kondom gemeinsam benutzte Handtücher gemeinsam genutzte feuchte Gegenstände, z.B. Toys, Dildos usw. Trichomonaden überleben in feuchter Umgebung für mehrere Stunden möglicherweise auch in Schwimmbädern, auf Saunabänken, in Warmwasserbecken und Whirlpools Inkubationszeit nach 4 – 30 Tagen Symptome bei Männern: Schmerzen, vielleicht auch nur leichtes Kribbeln beim Wasserlassen ständiger Druck auf der Blase dünnflüssiger, klarer Ausfluss oft auch ohne Symptome bei Frauen: schaumiger, übelriechender gelblicher oder grün-gelblicher Ausfluss Juckreiz, Brennen, Anschwellen der Vulva entzündete, rote, wunde […]


Tripper

siehe: Gonorrhö.


Ulcus Molle

Andere Bezeichnungen Weicher Schanker Erreger Bakterien, Hämophilus ducreyi in Mitteleuropa eher selten, aber in tropischen Ländern recht häufig Übertragung Sex indirekte Übertragung (Schmierinfektion) d.h. indirekter Kontakt mit infektiösen Körpersekreten (incl. Stuhl / Urin) über meist feuchte Hände, Handtücher, Dildos usw., die ihrerseits direkt mit dem Krankheitserreger in Kontakt gekommen sind Inkubationszeit 1 – 8 Tage Symptome Knötchen und nachfolgend rötliche, schmerzhafte Geschwüre oft mit zackigem Rand am Ort der Ansteckung meist am Penis oder im Analbereich geschwollene oder schmerzhafte Lymphknoten in der Nähe dieser Entzündung Frauen sind oft Überträger ohne eigene Beschwerden Diagnose Abstrich am […]


Vagina

weibliches Geschlechtsorgan


Vaginalverkehr

Eindringen des Penis in die Scheide. Risiken für den aktiven Partner Für den aktiven (eindringenden) Partner bestehen beim Vaginalverkehr folgende Infektionsrisiken: HIV hohes Risiko durch Kontakt mit Scheidenflüssigkeit und evtl. Blut während der Menstruation auch am Penis können kleine Risse oder Wunden sein, die Risiko erhöhen Hepatitis B sehr hohes Risiko durch Kontakt mit Scheidenflüssigkeit und evtl. Blut während der Menstruation der Hepatitis B Virus wird leichter übertragen als HIV Hepatitis C Übertragung ist möglich, aber relativ selten Blut-Blut-Kontakt ist notwendig Trichomonaden Übertragung durch Kontakt mit Schleimhautgeschwür in / an der Vagina Tripper Übertragung durch […]


Virus

Krankheitserreger; ein Virus besteht aus genetischem Material (DNA oder RNA), das von einer Proteinhülle umgeben ist; Viren können sich nur in Zellen eines Wirtsorganismus vermehren (siehe Wirtszellen).


Viruslast

Menge von HI-Viren im Blut wird in Kopien pro Milliliter angegeben; ist ein Anhaltspunkt für den Beginn bzw. die Wirksamkeit der antiretroviralen Behandlung.


Welt-Aids-Tag

1. Dezember; jährlicher, weltweiter Gedenk- und Aktionstag. siehe Welt-Aids-Tag Kampagnen


Western Blot

Labortest; Bestätigungstest zum Nachweis bestimmter Proteine (Antigene) des HI-Virus; wird nach positivem ELISA-Test durchgeführt. siehe auch: HIV-Test.


Wirtszellen

der HI-Virus vermehrt sich in Wirtszellen und zerstört sie dabei; Wirtszellen sind T4-Helferzellen und Makrophagen.


Würmer und Darmparasiten

Andere Bezeichnungen einzellige Parasiten Erreger Würmer und einzellige Parasiten wie Amöben, Lamblien Übertragung oral-analer Kontakt (Zunge / Mund – Anus) Schmierinfektion (Kontakt Stuhl zu Finger oder Mund) Inkubationszeit wenige Wochen bis Monate Symptome übelriechender oder blutig-schleimiger Stuhl Durchfälle – oft länger als 1 Woche Fieber Magen-Darm-Krämpfe Gewichtsverlust Diagnose Erregernachweis in Speziallabors Behandlung Medizin je nach Erregertyp Behandlung durch einen Internisten bzw. eine Internistin, während der Behandlung muss der Sex buchstäblich „am Arsch vorbeigehen“ Partnerbehandlung!!! Kleie in die Nahrung viel Flüssigkeit (z.B. Sportlergetränke) einnehmen Krankheitsdauer abhängig von der Schwere der Infektion Vorbeugung Körperhygiene (Händewaschen nach der […]


XX

weiblicher Chromosomensatz


XY

männlicher Chromosomensatz. Manche meinen, das Y wäre ein verkümmertes X. Männer sind also doch das schwache Geschlecht?


Zoster

Gürtelrose; Infektionskrankheit durch Varicella-zoster-Virus; Sekundärkrankheit nach Windpocken; bei HIV-Infektion frühzeitiges Vorkommen im Krankheitsverlauf möglich.