Unterstützung bei HIV und Aids

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Was heißt „Begleitung“?

Mit diesem Begriff möchten wir deutlich machen, dass die Unterstützung von Menschen mit HIV/Aids meist ein längerfristiger Prozess ist. Natürlich kommen Methoden wie in der Beratung zum Einsatz. Dadurch dass die Klient/innen unsere Beratungsstelle regelmäßig aufsuchen, entsteht aber ein intensiverer Kontakt. In diesem Sinne begleiten wir die Ratsuchenden auf ihrem Lebensweg. So kommen auch sehr viele verschiedene Themen im Laufe der Zeit auf den Tisch: Arbeit und Wohnen, Rente und soziale Absicherung, Familie und Partnerschaft, Kinderwunsch und medikamentöse Therapie. In unserem Internetangebot finden Sie weitere Informationen für Menschen mit HIV/Aids.

Wie werden HIV-Positive unterstützt?

Unser Angebot zielt zuerst einmal darauf ab, die aktuelle Situation zu klären und die Probleme anzugehen, die am meisten drängen. Das sind bei jedem Klienten andere Dinge. Mal geht es darum, eine Wohnung zu finden, mal muss Sozialhilfe beantragt werden, mal wird das Gespräch mit den Angehörigen gewünscht. Im Laufe der Zeit zeigen sich meist weitere Probleme, bei denen Handlungsbedarf besteht.

Bei der Problemlösung werden unsere Klient/innen aktiv eingebunden und leisten das, was sie selbst in der Lage sind zu tun. So ergeben sich Erfolgserlebnisse und das Gefühl, selbständig handeln zu können. Die von uns geleistete Unterstützung richtet sich nach den Möglichkeiten und dem Bedarf des einzelnen Klienten und sieht daher von Fall zu Fall unterschiedlich aus.

Ist auch eine finanzielle Unterstützung möglich?

Neben der Unterstützung bei sozialen Problemen kann auch finanzielle Hilfe angeboten werden, wenn es die Situation erfordert. Wenn weder das Sozialamt noch andere öffentliche Träger Leistungen gewähren, prüfen wir den Bedarf im Gespräch mit dem Klienten. Daraufhin erfolgt eine Antragstellung bei einer Stiftung (z.B. Deutsche Aids-Stiftung oder beim Fördergremium der Aids-Hilfe Dresden. Hier erhalten Sie weitere Informationen zur Förderung bei finanziellen Problemen.

Gibt es ein Angebot für HIV-positive Migrant/innen?

Die Arbeit mit Menschen, die HIV-positiv sind und aus einem anderen Land stammen, bildet seit einigen Jahren einen besonderen Schwerpunkt in unserer Beratungsstelle. Wir sind mit den vielfältigen Problemlagen ausländischer Klient/innen vertraut und können kompetente Unterstützung anbieten. Prinzipiell machen wir keinen Unterschied zwischen betroffenen Einheimischen und Migrant/innen.

Zur Bewältigung von Sprachproblemen haben wir einen Dolmetscherpool aufgebaut, über den Kontakt zu ehrenamtlichen Dolmetscher/innen besteht. Ein anderes Projekt bietet Informationen zu ausländerrechtlichen Themen und zahlreiche Länderberichte. Weiterhin können Sie mit unserem Team Englisch und Französisch sprechen.

Können sich auch Angehörige beraten lassen?

Selbstverständlich können sich auch Angehörige beraten lassen. Familienangehörige und Partner stellen wichtige Unterstützer für Menschen mit HIV/Aids dar, erhalten aber selbst nur wenig Aufmerksamkeit. Wir geben Ihnen Zeit und Raum, um eigene Möglichkeiten und Grenzen zu reflektieren und geeignete Lösungen zu finden. Ebenso erhalten Sie Material und Informationen zur Unterstützung Ihrer Angehörigen.

Gibt es eine Selbsthilfegruppe?

Selbsthilfegruppen können jederzeit ins Leben gerufen werden. Die Aids-Hilfe Dresden selbst bietet keine Selbsthilfegruppen an, unterstützt aber die Gruppenbildung mit Rat und Tat. Wenn Sie Interesse an einer Selbsthilfegruppe haben, erfahren Sie hier mehr.