Christopher-Street-Day Aktionen

Was ist der CSD?

Der Name “Christopher Street Day” (CSD) geht auf ein Ereignis im Jahre 1969 zurück. Nachdem Polizisten in der Schwulenbar “Stonewall Inn” in der New Yorker Christopher Street 53 eine Razzia durchführten, setzten sich die Besucher der Bar zur Wehr. In den folgenden Tagen gingen viele Lesben und Schwule auf die Straße, um gegen Diskriminierungen jeder Art zu demonstrieren. Seitdem wird dieser Tag jährlich und mittlerweile auf der ganzen Welt zum Anlaß genommen, um Gleichberechtigung in Staat, Recht und Gesellschaft einzufordern.

Seit wann wird der CSD begangen?

In Deutschland fanden 1979 die ersten CSDs in Bremen und Berlin statt. Größere Schwulen- und Lesbendemonstrationen gibt es in Deutschland allerdings schon seit 1972. Die erste fand am 29.04.72 in Münster statt. In Dresden wird seit 1994 öffentlich gefeiert. Aus organisatorischen Gründen finden die CSDs nicht genau am historischen Datum (27. Juni) statt, sondern an den Wochenenden von Juni bis August.

Gibt es ein Motto beim CSD?

Die CSDs haben in der Regel ein politisches Motto. Daher finden meist politische Kundgebungen statt. So sprachen auf dem CSD in Berlin schon der Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (2000) und der regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (seit 2001). In Dresden übernimmt traditionell der oder die OberbürgermeisterIn die Schirmherrschaft über das Fest, aktuell somit Frau Helma Orosz.

Als Ausdruck ihrer Emanzipation demonstrieren Schwule und Lesben am CSD auch Lebensfreude und Selbstbewusstsein. Die Veranstaltungen in New York, Amsterdam, Köln, Berlin und anderen Großstädten gelten heute als kulturelle Höhepunkte mit teilweise mehreren 100.000 Teilnehmer/innen.

Kritisiert wird die zunehmend kommerzielle Ausrichtung vieler CSD-Events, so dass in manchen Städten (z.B. Berlin) alternative Veranstaltungen stattfinden.

Die Aktionen der Aids-Hilfe Dresden

Mit teils provokanten, aber immer originellen und jährlich neu entwickelten Aktionen konfrontieren wir Menschen mit den Themen HIV/Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten. Dabei werden weder Kosten noch Mühe gescheut.

Natürlich geht es im Kontext von HIV/Aids auch um die Herstellung eines Bewußtseins zu so manch falscher Sicherheit. Weil die aus den ersten Jahren der Aids-Krise bekannte „Zeigefinger-Pädagogik“ nicht mehr funktioniert, haben wir uns entschlossen, zeitgemäße Formen der Prävention zu nutzen und zu respektvollem Umgang mit sich selbst und anderen aufzurufen.

Die Regenbogenflagge

Die Regenbogenflagge kam in den 70er Jahren während der “GAY PRIDE marches” in den USA auf. Heute ist sie das Zeichen des Stolzes der schwul-lesbischen Gemeinschaft in Europa wie auch in Nordamerika. Die sechs Farben der Regenbogenflagge symbolisieren die Vielfalt der schwul-lesbischen Gemeinschaft, die alle Schichten, Rassen und Nationalitäten sowie verschiedene Weltanschauungen und Erfahrungen umfasst. Regenbogenflaggen sollten mit dem roten Streifen nach oben angebracht werden.