“Wir sind überall” – Positive Begegnungen in Stuttgart

Sehr gern soll hier der persönliche Aufruf zur Teilnahme an den Positiven Begegnungen der Deutschen AIDS-Hilfe geteilt werden. Fragen rund um die Anmeldung entweder über uns, das Team der Aids-Hilfe Dresden oder direkt unter der Internetadresse: positivebegegnungen.de. Aktuelle Informationen gibt es über die Facebook-Seite. Diese ist auch für Nicht-Angemeldete sicht- und lesbar.

“Vom 23. – 26. August 2018 finden in Stuttgart die Positiven Begegnungen – Konferenz zum Leben mit HIV statt. In 2018 feiern wir ein Jubiläum. Zum 20. Mal treffen sich Menschen mit HIV aus dem gesamten Bundesgebiet, um gemeinsam mit An- und Zugehörigen, Mitstreiter_innen aus den Aidshilfen, dem Medizinbetrieb, dem Rechtswesen, aus Wissenschaft, Politik und Medien über die Herausforderungen des heutigen Lebens mit HIV zu diskutieren.

In Stuttgart wollen wir genau dies wieder tun. Auch wenn sich die Lebenssituation von Menschen mit HIV seit 1990 erheblich verbessert hat, wir nicht mehr ständig mit Krankheit und Tod konfrontiert sind, bleiben viele Themen die gleichen. Auf der 20. Positiven Begegnung wollen wir neben aktuellen Themen auch immer wieder zurück blicken – auf das, was wir erreicht haben, was sich verändert hat aber auch auf das, was sich noch ändern muss.

Ein weiteres Jubiläum, das es zu feiern gilt, ist 10 Jahre „EKAF-” oder “Swiss-Statement“. Vor 10 Jahren sagte die Eidgenössische Kommission für Aids-Fragen erstmals öffentlich, dass Menschen unter einer erfolgreichen HIV-Therapie nicht mehr infektiös sind. Viele hatten es geahnt oder auch schon gewusst, aber nun war es offiziell. Dennoch mussten wir 10 Jahre später feststellen, dass diese Information sich in der Gesamtbevölkerung nicht herumgesprochen hat. Eine repräsentative Umfrage der BZgA  zum Weltaidstag 2017 ergab, dass 90% der Befragten nicht um die Schutzwirkung der HIV-Therapie wissen. Hier gibt es noch viel zu tun.

Das Motto der diesjährigen Konferenz ist „Wir sind überall“. Damit wollen wir deutlich machen, dass die Gesellschaft sich mit uns auseinandersetzen muss, da wir lange leben, überall zu finden sind und auch überall sein wollen. Wir werden uns gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Stigmatisierung wehren. Wir lassen uns nicht an den Rand drängen, sondern nehmen unseren Platz mitten in der Gesellschaft ein.

Lasst uns gemeinsam laut und sichtbar überall sein!