40. HIV-AIDS-Fortbildung

Dr. Schleenvoigt und Kolleg*innen widmeten sich in ihrem Studienprojekt der Tatsache, dass bei Menschen eine HIV-Infektion verhältnismäßig spät entdeckt wird. Das Robert Koch Institut beziffert die Gruppe der „late presenter“ in Deutschland auf 30% aller Erstdiagnosen. Dr. Schleenvoigt sucht nun nach Antworten zur Verbesserung dieses Zustandes. Er merkt an: auch die ärztliche Aufklärungspflicht, die zur HIV-Testung in den 1990er Jahren implementiert wurde, bedarf einer kritischen Diskurssion.

Seit dem 9. Dezember 2015 unterhält der Verein CSD Dresden die „Landeskoordinierungsstelle Sachsen für queere Geflüchtete“. Landeskoordinator Ronald Zenker stellt mithilfe eines kurzen Inputs die Arbeit vor. Mit Blick auf die zurückliegenden fast zwei Jahre wird die Notwendigkeit des Projektes sichtbar. Es sollen aber auch Herausforderungen geschildert werden. Gerade die Begleitung von Menschen mit HIV und noch unklarem Asylstatus stellt oft Probleme dar, nicht zuletzt im Hinblick auf Fragen zur Kostenübernahme. Transpanenz kann hier unterstützend wirken und Berührungsängste abbauen, um im Idealfall Vernetzungsstrukturen zu schaffen.

Wir laden zur Diskussion ein.

Konkret:

“HIV-regional: regionale Unterschiede des HIV-Testverhaltens”

Dr. med. Benjamin T. Schleenvoigt (Universitätsklinikum Jena)

Herausforderungen und Chancen in der Arbeit mit queeren Geflüchteten

Ronald Zenker (Landeskoordinierungsstelle Sachsen für queere Geflüchtete)

Spannende Themen erwarten Sie somit zur 40. HIV-Aids-Fortbildung am 23. Oktober, um 19 Uhr im Pullman Dresden Newa. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!

Die Anmeldemodalitäten sowie eine Anfahrtsskizze zum Veranstaltungsort finden Sie hier.