Kurzer Rückblick auf 2016

Das Jahr begann mit einem Highlight der ganz besonderen Art. Herzlich von Tess und Frank eingeladen, begaben wir uns heiß geföhnt und frisch gebügelt ins Qualitiy Plaza Dresden. Anlässlich des Dresdner Tuntenballs ergab sich uns gemeinsam mit den Schwestern der Perpetuellen Indulgenz die Möglichkeit, mithilfe einer Tombola, Spenden einzuwerben.

Die Aids-Hilfe Dresden blickt weiterhin freudig auf das Wochenende vom 27. zum 29. Mai und die anschließende CSD-Woche zurück. Es war eine wunderbare Zeit. Mit zahlreichen Helfer*innen beglückte das Team der Aids-Hilfe mit der Beratungsstelle für sexuell übertragbare Infektionen des Gesundheitsamtes Dresden Besucher*innen des CSD. Schön, dass so viele Menschen den Weg zu unserem Stand fanden, neben unserem Wagen mitgelaufen sind, unsere Veranstaltungen besuchten und vor allem mit aufmunternden Worten unsere Arbeit unterstützten.

Als ein Schwerpunkt 2016 kristallisierte sich das Thema Sex und Drogen heraus. Chemsex als Phänomen begleitet die Arbeit von Aidshilfen vermehrt auch in Deutschland. Gerade Crystal Meth, Mephedron und GHB/GBL gelten als Drogen, die als Synonym für eine große sexuelle Enthemmung stehen. Aufgrund der Aktualität zeigten wir den Dokumentationsfilm „Chemsex“ – in Kooperation mit dem Kulturverein kukulida und dem Projekt „Safer Nightlife“. Zudem organisierten wir zum Thema Workshops im Rahmen des CSD und Fortbildungen für Berater*innen, Ärzt*innen, Multiplikator*innen sowie HIV-positive Menschen.

Auch die Aids-Hilfe engagierte und engagiert sich beim Thema Integration. Die Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten verdeutlicht, dass Wissen, Information und Austausch zu sexuellen Themen für ein Zurechtfinden in Deutschland zwingend notwendig ist. Weil sexuelle Bedürfnisse bei den Jugendlichen existieren und gelebt werden wollen. Und weil die Bedingungen in Deutschland andere sind, als die in den Heimatländern. Es geht also bei den sexualpädagogischen Angeboten immer um das Menschenrecht der sexuellen Selbstbestimmung – und zwar um die eigenen und um die der anderen.

Das Gesundheitsamt Dresden lud gemeinsam mit uns interessierte Menschen anlässlich des WeltAidsTages 2016 zu einer Veranstaltung unter dem Titel „Das wird man doch wohl mal sagen dürfen: Sex in Dresden“. In Vorträgen berichteten Mitarbeiter*innen der jeweiligen Institution von ihren Erfahrungen aus der alltäglichen Arbeit. Die Berichte behandelten Themen wie Prostitution, der Umgang mit HIV-Infizierten und die Begleitung von Jugendlichen zu selbstbestimmter, verantwortungsbewusster Sexualität. Im Anschluss an die Vorträge fand die Verleihung der sächsischen Ehrenmedaille „für herausragende Leistungen im Kampf gegen HIV und AIDS“ durch die Staatsministerin Barbara Klepsch statt. Ehrung durch den Freistaat Sachsen erfuhren das Ehrenamt der sächsischen Aids-Hilfen und Alma von den Schwestern der Perpetuellen Indulgenz.

Die Beratungsstelle ist vom 23.12.2016 bis zum 01.01.2017 geschlossen. Ab dem 02.01.2017 sind wir wieder für Sie da!

Wir bedanken uns herzlich bei allen Wegbegleiter*innen, wünschen Frohe Weihnachten und freuen uns sehr auf ein gutes Jahr 2017.

In dringenden Fällen ist die bundesweite Telefonberatung unter: 0180 33 19 411 (9 ct/min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk maximal 42 ct/min.) oder die bundesweite Onlineberatung unter: www.aidshilfe-beratung.de erreichbar.

Es grüßt herzlich der Vorstand und die Beratungsstelle der Aids-Hilfe Dresden e.V.