Serie: Aids-Hilfe kennenlernen. Heute: Buchstabe B wie Buddy-Projekt

Liebe Leser*innen, seit 25 Jahren gibt es nun eine Aids-Hilfe in Dresden. 25 Jahre voller Mut, Zukunft, Leid, Trauer, Freude, Anstrengungen und vielem mehr. Der Vorstand und das Team der Aids-Hilfe möchte Dich an der täglichen Arbeit, an alltäglichen Themen teilhaben lassen. Wir wollen zeigen, wie vielfältig Arbeit von Aidshilfe ist. Wir wollen das Thema mit Leben füllen, uns bei Dir bekannt machen. Doch wie kann ein roter Faden für ein solch komplexes Thema gefunden werden? Wir bedienen uns einfach einer allseits bekannten Struktur. 26 Buchstaben hat das Alphabeth. Jeder Buchstabe dient als Überschrift. Begleite uns durch unsere Arbeitsschwerpunkte.

Wir setzen unsere Serie mit dem Buchstaben B fort.

„I’m your buddy!“

Auch wenn die HIV-Infektion heute nicht mehr lebensbedrohlich ist, so wird ein positives Testergebnis trotzdem meist als ein Schock erlebt. Ausgelöst wird er häufig durch die alten Bilder von Aids, die noch immer in vielen Köpfen sind. Besonders Jüngere kennen kaum jemanden mit einer HIV-Infektion und haben keine realistische Vorstellung davon, wie das Leben mit HIV heute aussieht.

Hier setzt ein modellhaftes Projekt der DAH an: Bundesweit werden bereits länger mit HIV lebende Menschen an frisch HIV-positiv Getestete vermittelt. So soll ihnen bei den ersten Schritten ins Leben mit HIV zur Seite gestanden werden.

Buddies geben ein realistisches, authentisches Bild des heutigen Lebens mit HIV. Sie bieten sich als Gesprächspartner für alle Fragen an, die sich nach der Diagnose stellen.

Die Aids-Hilfe Dresden unterstützt dieses Projekt. Kompetente Ansprechpartner sind auch für Menschen mit HIV in Dresden und Umgebung notwendig. Der Bedarf an Orientierung ist (vielleicht gerade) im Ostsächsischen Raum aufgrund der ländlichen Struktur besonders hoch. Fragen wie: Wem erzähle ich von meiner Infektion?, Was tun, wenn man mich am Arbeitsplatz, beim Arzt oder bei Behörden diskriminiert?, Wo bekomme ich Beratung und professionelle Unterstützung? tragen Neudiagnostizierte oft lange allein mit sich herum. Fokussiert wird auch eine spezielle Gruppe. Für Menschen, deren Infektionen erst spät festgestellt wird und die bereits erkrankt sind, können Buddies besonders wichtig sein, indem sie ihnen Mut machen, sie bei der HIV-Therapie begleiten und so die Gesundung unterstützen.

Derzeit engagieren sich drei Menschen für die Aids-Hilfe Dresden im ostsächsischen Raum. Hier geht es zum Portal mit allen bundesweit Teilnehmenden: http://www.sprungbrett.hiv/

Bei Fragen steht die Aids-Hilfe Dresden gern zur Verfügung – auch beim Thema mitmachen.

buddy