Berlin ruft Europawärts

Sechs HIV/Aids-PräventionistInnen des Projektes Europawärts reisten Anfang dieser Woche nach Berlin, um dort mit Fachfrauen und -männern über Deutschland und die südafrikanische Heimat zu sprechen und um über Gemeinsamkeiten und Gegensätze in den Präventionsstrategien beider Länder zu diskutieren. Eingeladen hatten die parlamentarische Staatssekretärin Gudrun Kopp des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie die Deutsche Aids-Hilfe.

Gestartet ist die Reisegruppe am Montag bei herrlichem Wetter mit einem Bus von teilAuto. Nach Ankunft und dem Einchecken in die ibis Hotels Mitte und City West ging es auf eine erste Erkundungstour durch die aufregende Metropole. Zu Fuß wurden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten erlaufen.

Am nächsten Tag starteten die SüdafrikanerInnen zu einem Besuch bei der Deutschen Aids-Hilfe. Hier wurden sie zu einem Fachgespräch von Silke Klumb (Bundesgeschäftsführerin), Tanja Gangarova (Abteilung Migration) und Alexandra Gurinova (Abteilung Internationales) empfangen. In einem zweistündigen Austausch wurden über die Verhältnisse und die Strategien bezüglich HIV und Aids in Südafrika und Deutschland diskutiert. Im Anschluss an dieses Treffen wurde das Mahnmal ‚Gegen das Vergessen‘ besucht. Das Mahnmal erinnert daran, HIV ist mitten in der Gesellschaft und es kann sich – unabhängig von sexueller Orientierung, Religion oder ethnischer Zugehörigkeit – jeder Menschen damit infizieren. Zudem soll dieses Symbol des Erinnerns auf die Menschen aufmerksam machen, die den Kampf gegen HIV und Aids, Hepatitis B, C und anderen ansteckenden Krankheiten in der Vergangenheit verloren haben.

Am 1.Mai besuchte die Gruppe das traditionelle Bürgerfest Myfest im Stadtteil Berlin Kreuzberg. An jeder Straßenecke kann zum Tanzen verweilt oder sich bei den unzähligen kulinarischen Angeboten stärkt werden. Begeistert waren die Südafrikaner vom friedlichen Zusammentreffen der unterschiedlichen Menschen und Kulturen. Die Idee, die ihnen sofort in den Kopf schoss war, dass sie solch ein Fest auch in Südafrika organisieren wollen. Der Tag schloss mit einem Besuch im Reichstag ab. In einer Führung konnte die Gruppe den deutschen Bundestag und seinen Plenarsaal hautnah erleben und den tollen Blick über das nächtliche Berlin aus der Kuppel des Reichstages genießen.

Am Ende der Berlinreise stand ein Besuch bei der parlamentarischen Staatssekretärin des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Gudrun Kopp auf dem Plan. Frau Kopp befragte alle TeilnehmerInnen sehr interessiert über das Projekt Europawärts und lobte dieses als einmalig und beispielhaft. Sie erzählte über ihre frischen Eindrücke eines kürzlich stattgefundenen Besuches in Südafrika. Insbesondere lobte Frau Kopp die Präventionsstrategien in Südafrika und motivierte die EuropawärtsteilnehmerInnen, ihr Wissen und Können weiterhin so erfolgreich in die beteiligten Dresdner Projekte einzubringen. Frau Kopp bedankte sich bei den BesucherInnen und wünschte dem Projekt Europawärts weiterhin viel Erfolg.

Diese Projektreise wäre ohne die Unterstützung der Accor-Gruppe Deutschland, speziell des ibis Hotel Berlin Mitte und de ibis Hotel City West nicht möglich gewesen. Beide Hotels beherbergten die Reisegruppe für die Dauer des gesamten Aufenthaltes. Außerdem unterstützte die Reise nach Berlin teilauto.net. An dieser Stelle vielen Dank für die Unterstützung und die schönen und erkenntnisreichen Tage in Berlin.

Vier Tage Berlin mit einem attraktiven Programm liegen hinter den sechs südafrikanischen VolontärInnen des Projektes Europawärts. Zurückgekommen sind alle mit vielen Eindrücken und Erlebnissen sowie dem Vorhaben, Berlin noch einmal zu besuchen. Berlin ist eben auch zwei Reisen wert. ut