Pille davor, Pille dazwischen – und alles so schön bunt hier?

„Die PrEP wird eines der Themen für das vor uns liegende Jahr“, sagt Dr. Armin Schafberger und verweist auf neue Erkenntnisse des amerikanischen Wissenschaftsmagazins „Science“. Die Veranstalter der Fortbildungsreihe HIV-Aids greifen diese Aussage auf und wollen dem Medizinreferenten der Deutschen AIDS-Hilfe Raum geben, seine Überlegungen zur ‚Pille davor’ vorzustellen. Schützt eine bedarfsorientierte Einnahme von HIV-Medikamenten (zum Beispiel am Wochenende) vor einer Ansteckung? Oder ist eine Dauermedikation zur Verhinderung von HIV überhaupt ethisch vertretbar? Denn wenn Millionen HIV-Infizierte in ärmeren Ländern noch immer keinen Zugang zu lebensrettenden HIV-Medikamenten haben, wie kann dann in industriellen Ländern über die vorbeugende Vergabe an Gesunde nachgedacht werden?

Weiterhin wird der Referent Michael Latzke aus Berlin ein Thema vorstellen, über das es praktisch keinerlei empirische Untersuchungen gibt. Frei nach dem Grundsatz der Prohibition: was nicht darf – kann auch nicht sein, fehlen Informationen zu Wechselwirkungen zwischen Partydrogen und HIV-Medikamenten. Die – oft gravierenden – Folgen sollen dargestellt und diskutiert werden. Ergänzt wird der Vortrag über einen Überblick über sogenannte Partydrogen und deren Verbreitung.

Die Aids-Hilfe Dresden lädt herzlich zur 29. HIV/Aids Fortbildung ein: Mittwoch, den 11. April 2012, 19:00 Uhr im Pullman Dresden Newa, Prager Str. 2c, 01069 Dresden.

Folgende Themen und Referenten erwarten die Besucher:

  • “PrEP – Die Pille davor?“ – Armin Schafberger sowie
  • “Partydrogen und HIV” – Michael Latzke.

Anmeldung erfolgt unkompliziert per Mail an Kontakt mit dem Betreff 29. HIV-Aids-Fortbildung sowie der Anzahl der teilnehmenden Personen.

Die Veranstaltung ist nur mithilfe freundlicher Unterstützer zu realisieren, Dank gilt daher: abbott, dem VIIV-healthcare-Fördermittel-Topf der Deutschen Aids-Hilfe und dem langjährigen Partner Pullman Dresden Newa. cw